Zeit 12.02.2026
21:58 Uhr

(+) "No Good Men" auf der Berlinale: Casablanca in Kabul


Wie navigiert sich das größte deutsche Filmfestival durch die Weltlage? Mit einer afghanischen Love-Story!

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Berlin ist aufgetaut. Vor wenigen Tagen war die Kollegin noch mit Spikes in die Redaktion gekommen, und jetzt könnte man sogar über High Heels nachdenken. Denn die Berlinale ist eröffnet. Wie ein Ufo scheint das Festival diesmal in der Stadt gelandet zu sein, die völlig erstarrt war – vom Frost, vom Blitzeis, vom Gefühl, allem hilflos ausgesetzt zu sein (Niederschläge, Nackenschläge, Nachrichtenschläge). Jetzt aber ist das Eis geschmolzen und man fragt sich, was das Raumschiff diesmal wohl verbirgt. Die großen Stars schon mal nicht, wie auch die großen Hollywoodproduktionen fast komplett fehlen. Im vergangenen Jahr liefen noch Timothée Chalamet, Andrew Scott, Tilda Swinton, Jessica Chastain, Rose Byrne, Robert Pattinson und Jacob Elordi über den Roten Teppich. Diesmal ist als wirklicher Superstar eigentlich nur die britische Sängerin Charli xcx zu vermelden, die hier ihr Schauspieldebüt gibt. In der Mockumentary The Moment spielt sie eine Sängerin, die sich selbst im Augenblick ihres größten Erfolgs beobachtet.