Zeit 12.02.2026
18:28 Uhr

(+) Niedrigwasser in der Ostsee: Der Takt des Meeres


Vieles in der Natur folgt beruhigenden Regelmäßigkeiten. Aber anders als schlüpfende Zikaden oder Sonnenzyklen lässt sich manches nicht nach einem klaren Takt ordnen.

(+) Niedrigwasser in der Ostsee: Der Takt des Meeres
Die ferne Süd- und die nahe Ostsee erteilen uns gerade eine Lektion: Sie führen uns vor, dass zum Wesen der Natur auch die Unregelmäßigkeit gehört. Uns? Jenen Menschen jedenfalls, die sie gerne verstehen wollen und dazu in unzähligen Disziplinen das vermeintliche Durcheinander der natürlichen Welt zu ordnen suchen – Meteorologinnen zum Beispiel, Meereskundler oder Experten für Strömungsdynamik. Ein winziger Teil dieses Menschheitsstrebens um Naturverständnis steckt in den Pegelmessungen auf der Insel Öja südlich von Stockholm, wo seit dem Jahr 1886 der Wasserstand der Östersjön aufgezeichnet wird, der Ostsee. Mal höher, mal tiefer. Aber so tief wie in der ersten Februarwoche lag er noch nie in den vergangenen 140 Jahren. Nun rätseln die Forschenden: Warum?