Zeit 25.11.2025
14:44 Uhr

(+) New Start: Die gefährliche Rhetorik von Trumps Nukleartestdrohung


Im Februar endet mit New Start das letzte Rüstungsabkommen zwischen Russland und den USA. Doch Trump redet von Atomtests – und gefährdet damit zukünftige Verhandlungen.

(+) New Start: Die gefährliche Rhetorik von Trumps Nukleartestdrohung
Die Choreografie ist mittlerweile vertraut: Der Commander-in-Chief macht ein provokantes Statement voller Halbwissen und Halbwahrheiten, sein Umfeld versucht zaghaft, die Wogen zu glätten, Kommentatoren rätseln tagelang. So auch unlängst über Donald Trumps Ankündigung, die USA würden wieder Atomwaffen testen. Russland bekräftigte prompt, man werde nachziehen, sollten die USA tatsächlich explosive Nukleartests durchführen. Zurück bleiben Zweifel an einem der wichtigsten Pfeiler der nuklearen Rüstungskontrollpolitik. Seit den späten 1990er-Jahren halten sich die Nuklearwaffenstaaten an ein faktisches Moratorium – im 21. Jahrhundert hat lediglich Nordkorea explosive Nukleartests durchgeführt. Der 1996 von den USA unterzeichnete Vertrag über das umfassende Verbot von Atomtests (CTBT) verbietet sämtliche nukleare Explosionen, unterirdisch wie überirdisch. In Kraft getreten ist er bis heute nicht, unter anderem weil die USA und China ihn nie ratifizierten und Russland seine Ratifikation 2023 zurückzog. Völkerrechtlich sind Unterzeichnerstaaten dennoch verpflichtet, den zentralen Zweck des Vertrags nicht zu unterlaufen.