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19.12.2025
14:18 Uhr
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Mit der Ansiedlung des neuen Hamburger Naturkundemuseums im Elbtower rettet die Stadt die Bauruine. Doch es gibt Zweifel, ob das wirklich die günstigste Variante ist.

Der Elbtower steht als Standort für ein neues Naturkundemuseum bei der Kosten-Nutzen-Analyse "klar auf Platz eins", verkündete Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel Mitte Oktober. Das klang wie eine Erlösung. Schließlich bedeutete es auch die Rettung vor der Peinlichkeit, die die Bauruine für den Senat darstellt. Seit der Pleite des Investors René Benko und seines Konzerns Signa im Oktober 2023 standen die Bauarbeiten am Turm still. Nun aber plant die Stadt, für 595 Millionen Euro den unteren Teil des Elbtowers zu kaufen und diesen zum Naturkundemuseum auszubauen – rund 46.000 Quadratmeter auf zwölf Stockwerken würden dann künftig der Stadt gehören. Das sei ein guter Deal, rechnete Dressel vor. Denn ein neu gebautes Naturkundemuseum würde die Stadt mindestens 824 Millionen Euro kosten. Hamburg ist durch einen Staatsvertrag mit dem Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels dazu verpflichtet, ein Museum zu schaffen, das die in Hamburg befindlichen naturkundlichen Sammlungen und Forschungseinrichtungen zusammenführt.