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17.01.2026
08:29 Uhr
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In Ägypten huldigt Napoleon 1798 dem Islam, feiert Mohammeds Geburtstag, behauptet gar, die Franzosen seien Muslime. Doch dann schickt er Soldaten in die Moschee.

Ist es ein Feldzug? Ein Kreuzzug? Ein Abenteuer? Eine Expedition? Napoleon Bonaparte, Frankreichs siegreicher General, nimmt 1798 Kurs auf Ägypten. 35.000 Mann sind an Bord: Soldaten, Wissenschaftler, Techniker. Am 1. Juli gehen die Männer an Land; es ist Nacht, die See ist rau, die Schaluppen tanzen auf den Wellen. "Da wurde dann die erste Trikolore in Afrika gepflanzt", erinnert sich später der Künstler Vivant Denon. Schon am nächsten Tag fällt Alexandria, dann geht es gen Kairo. Schwitzend, Wollröcke am Leib, die Stiefel voller Sand, manche blind von der gleißenden Sonne, schleppen sich die Männer, beladen mit Muskete und Tornister, nach Südosten voran. Am 21. Juli besiegen sie in der "Schlacht bei den Pyramiden" vor Kairo das Mameluckenheer unter Murad Bey, einem der beiden Regenten.