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01.03.2026
10:42 Uhr
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In Hamburg protestieren am Samstag Tausende Menschen gegen das iranische Regime. Die Demo war lange geplant. Aber die Kunde von den Angriffen ändert alles.

Nur Stunden sind vergangen, seit die ersten Meldungen aus dem Iran kamen, die USA und Israel greifen das Land aus der Luft an, die Nachrichtenlage ist entsprechend verworren. Doch auf dem Platz vor dem Hamburger Hauptbahnhof wird bereits am Samstagmittag gegen 13.30 Uhr der Tod eines Mannes beschworen, der für die scheinbare Unbezwingbarkeit des iranischen Regimes steht: Ajatollah Chamenei, seit 1989 Irans Oberster Religionsführer. "Ich bin mir sicher, er stirbt", sagt eine junge Exiliranerin aus Hannover. In ihren Händen hält die Studentin einen Galgen, gezimmert aus einem Stab, daran baumelt eine Plüschmaus. "Für mich sind alle Mullahs kleine Mäuse", sagt sie. Das Regime, gegen das die Frau protestiert, wirkt in dieser kleinen Galgenkonstruktion zugleich verhasst und verniedlicht. Nun scheint es wahrhaftig zu wanken.