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16.02.2026
22:29 Uhr
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Er spielte oft den Außenseiter, den Unergründlichen. Berühmt wurde Robert Duvall als Consigliere Tom Hagen in "Der Pate". Nun ist der Star des New Hollywood gestorben.

Man glaubte immer, ihn platzieren zu können, ihn genau zu kennen und greifen zu können, als profilierten Mann der zweiten Garde. Sein ehernes Gesicht, die stählern blauen Augen, sein absolutes Gespür für Timing, das alle anderen Schauspieler im Raum und ihre Impulse zu einem Koordinatensystem verband. "Du bist kein Kriegs-Consigliere, Tom." Mit diesen Worten wird Robert Duvall von Al Pacino in Der Pate einmal kaltgestellt. Und weil Pacino das sagt, so wie er es sagt, fühlt es sich an wie in Stein gemeißelt. Aber dann fragt man sich, ob Pacino diesen Tom Hagen, den irisch-deutschen Adoptivsohn und rationalen Rechtsberater des Corleone-Clans, bloß schützen möchte vor dem aufziehenden Bandenkrieg, weil er ihn liebt wie einen leiblichen Bruder, oder ob er ihn kategorisch unterschätzt. Und während man vermutet und hadert, wird einem klar, dass man eigentlich nichts weiß über diesen Mann. Und gezwungen ist, mit allem zu brechen, was einem Robert Duvall bisher über seine Figur gezeigt hat. Für jeden Schritt, für jeden Satz und für jeden Blick von ihm gibt es eine Kehrseite und eine Hypothek.