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19.12.2025
14:10 Uhr
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Die Schweizer waren nicht Ersten im Schoko-Business. Doch dann erfand Daniel Peter vor 150 Jahren die Milchschokolade und bereitete den Weg zum Schoggi-Land – mit Hürden.

Daniel Peter war entnervt. Nicht schon wieder! "Ein Geruch von schlechtem Käse oder starker Butter stieg mir in die Nase. Ich war verzweifelt, aber was sollte ich tun?" Dabei war seine Idee bestechend: Seit Jahrhunderten versüßten sich die europäischen Adeligen ihr höfisches Leben mit der "Speise der Götter". Einem Gemisch aus Kakao, Zucker und Milch, das die Seefahrer aus der Neuen in die Alte Welt zurückgebracht hatten. Der Legende nach soll es sogar ein Schweizer gewesen sein, ein cioccolatiero aus dem Tessiner Bleniotal, der die spanische Königin Margarethe von Österreich im Jahr 1600 erstmals mit einer heißen Trinkschokolade beglückt hat. Neu an Daniel Peters Idee war lediglich die Form: Gepresst in eine Tafel sollte seine Milchschokolade sein. Ein Fertigprodukt, convenient, jederzeit genießbar. Aber die Schokolade blieb bröcklig, schimmelte nach wenigen Tagen und hatte einen "léger goût de fromage", wie er rückblickend in einer Rede erzählte. Oder weniger freundlich ausgedrückt: Sie schmeckte ranzig.