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22.12.2025
17:38 Uhr
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1506 erhält Michelangelo eine Einladung vom Sultan aus Istanbul, ein riesiges Bauwerk über den Bosporus zu bauen. Soll er sie annehmen – aber dafür den Papst brüskieren?

Am 17. April 1506 bricht Michelangelo Buonarroti, 31-jährig und weltberühmt, Hals über Kopf von Rom nach Florenz auf. Eigentlich ist es eine Flucht, denn er hat Papst Julius II. beleidigt, seinen Geldgeber und Förderer. Der Papst ist wütend, aber Michelangelo ist wütender, weil der Papst ihm seinen Lohn nicht auszahlt, für die Vorbereitungen eines Werks, das zu den herrlichsten zählen soll, die je aus Marmor geschlagen wurden. Er fühlt sich verkannt und verraten. Und er will sich rächen. Bei dem Werk handelt es sich um das Grabmal von Julius II., das sich dieser noch zu Lebzeiten errichten lassen will. Es soll so groß werden, dass der Papst entscheidet, dafür gleich eine größere Kirche, einen neuen Petersdom zu bauen. Das allerdings klappt schon aus finanziellen Gründen nicht gleichzeitig. Deshalb bekommt Michelangelo weder Geld noch Ruhm, da das Grabmal fürs Erste warten muss.