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08.12.2025
18:05 Uhr
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Er vertrat den "Spiegel", dann wurde Michael Nesselhauf Promi-Medienanwalt. Erstmals spricht er über den Bruch mit Rudolf Augstein. Und was seine Frau damit zu tun hatte.

ZEITmagazin: Herr Nesselhauf, stimmt es, dass Sie gerne Poker spielen? Nesselhauf: Ja! Ich habe mit Poker und Skat einen nennenswerten Teil meines Studiums finanziert. Es lief auch in späteren Jahren gut. Ich habe meine Gewinne meist an Ärzte ohne Grenzen überwiesen. ZEITmagazin: Kamen die dann auch für Ihre Verluste auf? Nesselhauf: An Verluste kann ich mich nicht erinnern. (lacht) ZEITmagazin: Poker spielt man um Geld, manchmal um viel Geld. Können Sie sich an eine besondere Partie erinnern? Nesselhauf: Ja, weil diese Partie der Grund war, dass ich mit dem Rauchen angefangen habe. Es muss in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre gewesen sein, es lag viel Geld auf dem Tisch, wohl an die 2.000 Mark. Ich hatte ein sehr gutes Blatt und hatte zuletzt gesetzt. Der noch verbliebene andere Spieler überlegte, ob er mitgeht, und bat um eine Pause, er müsse eine Zigarette rauchen. Okay. Das Problem war, der nächste Zigarettenautomat war einen Kilometer entfernt. Er lief dahin. Er kam zurück, setzte und verlor. Ich war Nichtraucher und dachte, das muss schon was haben, dieses Rauchen, wenn man bei so einem Pott so lange unterbricht. Damals habe ich tatsächlich damit angefangen.