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10.01.2026
19:57 Uhr
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In der Welt ist die Hölle los – diese Frau macht daraus Musik. Sie hat für ihre Kompositionen schon sieben Grammys gewonnen. Ihr nächster Job: die Demokratie retten.

Funkstille. Maria Schneider sollte jetzt eigentlich im Videocall aus den USA auftauchen, aber die Verbindung bleibt tot. Stattdessen kommt eine Mail von ihr. Sie sei irritiert, dass die Videosoftware vor dem Gespräch ihr Geburtsdatum wissen will. Sie ist sauer. Vielleicht ist das Internet aber auch sauer auf sie, denn in ihren Kompositionen und auf der Bühne greift sie die Algorithmen der Datenkonzerne an, weil sie Wut und Hassrede verstärken, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Acht Mails später steht unsere Verbindung über eine Podcast-Software. Wir können uns nicht sehen, nur hören. Aber das ist ja auch das Element der Musikerin, die der Entzweiung der Welt entgegenwirken will.