|
29.01.2026
20:04 Uhr
|
Eine neue Studie zeigt, dass der Einfluss der Gene auf die Lebenserwartung viel höher ist als bisher angenommen. Das heißt mitnichten, dass man selbst nichts tun kann.

Manche setzen aufs Fasten, andere schlucken täglich verschiedene Kapseln oder schinden sich bei Work-out oder Waldlauf. Alle eint ein Ziel: Bloß nicht sterben. Oder wenigstens erst nach einem sehr, sehr langen Leben. Aber lässt sich das Leben wirklich auf diese Weise verlängern, mit Pillen und dem richtigen Lebensstil? Die Chancen dafür sind wohl geringer, als man bislang hoffen durfte, vermelden Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin Science. Glaubt man den Befunden eines internationalen Teams um Ben Shekhar vom israelischen Weizmann-Institut, so ist die Lebenszeit von Menschen überwiegend genetisch festgelegt. "Das ist eine beeindruckend gründliche Studie", sagt Jack da Silva, ein Experte für evolutionäre Genetik von der University of Adelaide, dem australischen Science Media Center. "Wir wissen schon länger, dass genetische Variation die Lebensspannen von Tieren wie etwa Fliegen bestimmen. Diese Arbeit zeigt nun, dass dies auch für Menschen zutrifft".