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23.11.2025
11:58 Uhr
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Wie vermittelt man Wertschätzung fürs Essen, zwingt seine Kinder aber nicht zum Aufessen? Ich habe jahrelang die Teller geleert – bis ich einen Therapeuten um Rat fragte.

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 47/2025. Nehmen wir ein ganz normales Abendessen. Meine Frau hat Polenta mit einer Soße aus Tomaten, Paprika und schwarzen Bohnen gemacht, obenauf liegen gebratene Sojastreifen. Sie kocht und isst seit einiger Zeit mit großer Begeisterung vegan, und obwohl ich eher mit Eiern, Milch und Nackensteaks aufgezogen wurde, mache ich gerne mit. Unsere Kinder, sie sind zehn, zwölf und dreizehn Jahre alt, essen nach wie vor Fleisch. Den beiden älteren hat meine Frau Reis mit Hackbällchen gemacht, unser Jüngster, der im Moment nur Nudeln mit Pesto isst, bekommt Nudeln mit Pesto.