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02.02.2026
05:37 Uhr
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Sie war müde, enttäuscht und irgendwie leer – bis unsere Kolumnistin, 43, lernte, ihre Midlifekrise zu umarmen. Dafür brauchte sie nicht mal einen teuren Sportwagen.

Im vergangenen Winter rauchte ich abends vor der Tür öfters Light-Zigaretten und blies den Rauch in den Sternenhimmel. Später starrte ich beim Kochen an die Kacheln an der Wand. An anderen Tagen formte ich nachdenklich Cappuccino-Schaum zu kleinen Bergen. Blickte vom Schreibtisch aus in meinen Garten, wo sich traurige Blätterhaufen in den Beeten geformt hatten. Ich fragte mich, was da noch kommen mag. Die Tasten auf meinem Laptop waren in dieser Zeit geduldig mit mir, warteten gelangweilt, aber stoisch auf meinen nächsten kreativen Schub. Doch an vielen Tagen konnte ich keine von ihnen herunterdrücken. Nennen wir es ruhig Midlife-Crisis, es würde passen, schließlich bin ich 43 Jahre alt und die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in Deutschland liegt bei knapp über 80.