Zeit 27.01.2026
20:04 Uhr

(+) Leben mit Prader-Willi-Syndrom: Mein Sohn und sein Hungermonster


Zuckerhaltiges wirkt aufs Gehirn meines Neunjährigen wie Koks. Irgendwann wird er einen unstillbaren Hunger entwickeln. Es gäbe ein Medikament. Doch ich komme nicht ran.

(+) Leben mit Prader-Willi-Syndrom: Mein Sohn und sein Hungermonster
Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 04/2026. Der Albtraum begann mit einem Anruf, als mein Sohn in der ersten Klasse war. Seine Schulbegleiterin rief an und sagte: "Ich glaube, Jona hat eine Nudel gegessen." Eine Nudel aus dem Topf, der im Hort auf dem Mittagstisch stand. Eine Nudel, die er nicht hätte essen dürfen. Weil er sein eigenes Essen bekommt, immer und überall – Essen, das nur wir, mein Partner und ich, ihm zubereiten. Weil er fest definierte Mahlzeiten in festen Portionsgrößen bekommt, bestehend aus fest definierten Lebensmitteln. Nudeln aus weißem Mehl gehören nicht dazu.