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28.11.2025
15:37 Uhr
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Im Vatikan soll die traditionelle Amtssprache nicht mehr verpflichtend sein. Da fällt man doch vom Glauben ab.

In der Reihe "Die Pflichtverteidigung" ergreifen wir das Wort für Personen, Tiere, Dinge oder Gewohnheiten, die mehrheitlich kritisiert und abgelehnt werden. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 48/2025. Muss das Lateinische inzwischen sogar gegen den Vatikan verteidigt werden? Papst Leo XIV. hat ein neues Regelwerk verabschiedet, das die traditionelle Amtssprache der römischen Kurie als nicht mehr verpflichtend ansieht: "Die Behörden der Kurie schreiben ihre Akten in der Regel in Latein oder in einer anderen Sprache." Die "anderen" Sprachen waren bisher zwar auch erlaubt, aber doch nur ersatzweise, wenn eine Korrespondenz es etwa erforderte.