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03.12.2025
07:26 Uhr
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Wer kündigt, hat oft schon den nächsten Vertrag unterschrieben. Doch andersherum ist es schwerer – hier erzählen drei Menschen, wie es ist, ohne Alternative zu kündigen.

Manchmal hält man es im Job einfach nicht mehr aus. Wie befreiend ist es dann, zu sagen: Es reicht, man geht. Einige Menschen tun das, ohne eine neue Stelle in Aussicht zu haben. Planlos orientieren sie sich neu. Hier erzählen drei von ihnen, weshalb sie das gewagt haben. Tabea Heinrich*, 41, Logopädin Nach dem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung zur Logopädin. Mich faszinierte, wie Sprache und Medizin ineinandergreifen, und ich wollte mit Menschen arbeiten. Anschließend wurde ich in einer Praxis angestellt. Für die ambulanten Termine radelte ich quer durch die Stadt, teilweise 100 Kilometer in der Woche: Hausbesuche, Altenheime, Kliniken. Ich behandelte Kinder, die stotterten, Erwachsene, die einen Schlaganfall hatten. Ich erlebte, wie Menschen wieder sprechen lernten – aber auch, wie Demenz- oder Parkinsonpatienten in Altenheimen langsam abbauten.