Zeit 30.01.2026
13:42 Uhr

(+) Kristi Noem: Sie wollte für Trump Geschichte schreiben. Jetzt wird sie zum Problem


Die Heimatschutzministerin Kristi Noem feierte Rekordabschiebungen, inszenierte die ICE-Brutalität medial. Doch nun scheint Donald Trump unzufrieden. Ging sie zu weit?

(+) Kristi Noem: Sie wollte für Trump Geschichte schreiben. Jetzt wird sie zum Problem
Gerade war Kristi Noem noch überall. In orangefarbener Rettungsweste mit der Küstenwache auf dem Wasser. Auf dem Pferd mit Cowboyhut und Stiefeln. Vor einer Gefängniszelle in El Salvador mit schweren Stiefeln, ICE-Baseballkappe und einer Rolex am Handgelenk. Dazwischen bei Fox News – in Kampfausrüstung. Oder wie an diesem Wochenende bei der Katastrophenschutzbehörde Fema, um vor dem eintreffenden Wintersturm zu warnen. Die langen Locken wie immer perfekt geföhnt. Die Heimatschutzministerin, die einst als Gouverneurin von South Dakota damit geprahlt hatte, ihren 14 Monate alten Hund Cricket erschossen zu haben, war vorne mit dabei, wenn ihre Beamten "illegale Migranten" jagten. Dabei ließ sie sich gerne live von Kameras begleiten. Ihre "Erfolge" ließ sie mit solchen Jubelverlautbarungen verkünden: Mehr als 675.000 Menschen seien im vergangenen Jahr abgeschoben worden, erklärte das Heimatschutzministerium (DHS) vor wenigen Tagen. Rund 2,2 Millionen "illegale Ausländer" hätten die USA freiwillig verlassen. Man schreibe für Donald Trump Geschichte. Laut Noem handelt es sich dabei um "Mörder, Raubtiere, Betrüger und Drogenschmuggler". Empathie, daran ließ sie keinen Zweifel, ist von ihr nicht zu erwarten.