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04.02.2026
05:27 Uhr
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Eine Erkältung ist für sie kein Grund, zu Hause zu bleiben. Drei Menschen erzählen, warum sie sich krank zur Arbeit schleppen und die Grenzen ihres Körpers ignorieren.

Knapp zwei Drittel aller Angestellten in Deutschland gehen arbeiten, obwohl sie sich krank fühlen. Laut einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes schleppen sich besonders häufig Ärztinnen, Pfleger, Erzieher, Lehrerinnen und Reinigungskräfte krank zur Arbeit. Hier berichten drei Berufstätige, weshalb es für sie nicht infrage kommt, sich zu Hause auszukurieren. Kurt Hässler*, 49 Jahre, Psychiater mit eigener Praxis Erst vergangene Woche war ich erkältet, ein bisschen Husten und Schnupfen, nichts Schlimmes. Ich hatte eine FFP2-Maske auf, um meine Patienten zu schützen, und habe gearbeitet. In meine Praxis kommen Menschen, die oft sexuelle Gewalt, Raubüberfälle oder schwere Arbeitsunfälle erlebt haben und eine Traumatherapie brauchen.