Zeit 20.12.2025
10:01 Uhr

(+) Kompromisse in Beziehungen: Wie Kompromisse einer Beziehung schaden können


Wohin in den Urlaub, wer macht die Wäsche, holt das Kind ab: Oft ringen Paare um Kompromisse. Doch diese können eine Beziehung langfristig zerrütten. Wie es besser geht.

(+) Kompromisse in Beziehungen: Wie Kompromisse einer Beziehung schaden können
Romantische Beziehungen sind voller Situationen, bei denen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinanderprallen. Die Psychologin Johanna Degen erklärt, warum ein Kompromiss oft nicht die beste Lösung ist und wie es besser geht. ZEITmagazin: Machen wir entspannten Wellnessurlaub oder gehen wir jeden Tag 10 Stunden wandern: Ist in einer solchen Situation ein Kompromiss die beste Lösung, Frau Degen? Johanna Degen: Nicht unbedingt. Kompromisse haben einen viel zu guten Ruf. Sie führen oft dazu, dass niemand bekommt, was er will oder verdient. Das gilt sowohl für Paarbeziehungen als auch für Familiensysteme. Sich in der Mitte zu einigen, bringt viele Nachteile mit sich. Nehmen wir Ihr Urlaubsbeispiel und sagen, eine Person schläft gerne lange aus und verbringt einen ruhigen Wellnesstag, und die andere ist ein Frühaufsteher und geht gerne morgens früh wandern. Der Kompromiss wäre, man steht um 9 auf. Dann ist die eine unausgeschlafen, die andere ist seit 5 Uhr wach und hat vier Stunden lang Ressentiments aufgebaut und man geht in der Mittagssonne wandern. Das macht für niemanden Sinn.