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25.05.2026
18:50 Uhr
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Kurz vor den regulären Wahlen will sich Israels Parlament auflösen. Dafür verantwortlich ist eine Politik, in der die Ultraorthodoxen größeren Einfluss gewinnen.

Wenn das israelische Parlament in Kürze für seine Auflösung stimmt, folgt es damit auf den ersten Blick einem israelischen Trend: Von den bisher 24 Knesset-Versammlungen seit der Staatsgründung 1948 wurden 18 vorzeitig aufgelöst. Vergangene Woche votierten 110 der 120 Parlamentsmitglieder für einen entsprechenden Antrag. Der muss nun drei weitere Abstimmungsrunden überstehen. Eine Mehrheit für die Auflösung gilt als wahrscheinlich, denn auch die Opposition ist grundsätzlich dafür. Sie hatte zuerst einen eigenen Antrag einbringen wollen, um damit einen Streit innerhalb der Regierung für sich zu nutzen. Die aktuelle Koalition, die bisher rechteste und religiöseste in Israels Geschichte, wird sich über ein Gesetz für die Wehrpflicht für die Ultraorthodoxen nicht einig. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aber kam seinen Gegnern zuvor, ließ über seine Likud-Partei eilig einen eigenen Auflösungsantrag einbringen. Um das Wehrpflichtgesetz aber geht es dabei nur oberflächlich.