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12.01.2026
06:20 Uhr
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Mitten in der Grönlandkrise fliegen zwei Minister nach Washington. Eigentlich würden sie zur US-Regierung lieber schweigen. Nun kommen sie doch mit klaren Botschaften.

Etwa eine Flugstunde nördlich von Berlin steigen plötzlich zwei Kampfflugzeuge neben der Maschine von Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil auf. Es ist der gestrige Sonntag, Klingbeil ist auf dem Weg in die amerikanische Hauptstadt. Man kann durch das Bordfenster die Piloten in ihrer Montur erkennen, so nahe kommen sie dem Regierungsflieger. Durchsage aus dem Cockpit: Kein Grund zur Sorge, es handele sich um Dänen, die den Luftraum überwachen, Verbündete also. Eine Routineübung, aber was heißt das schon in diesen Zeiten, in denen man sich nicht mehr sicher sein kann, wer eigentlich noch ein Verbündeter ist und wer nicht. Die Lage jedenfalls ist so vertrackt, dass gleich zwei Bundesminister nach Washington, D. C. reisen. Eine halbe Stunde nach Klingbeil nimmt Außenminister Johannes Wadephul mit einem weiteren Flugzeug dieselbe Route.