|
21.11.2025
07:16 Uhr
|
Auf die Straße für eine bessere Welt? Demos wie während der Klimakonferenz scheinen wenig zu verändern. Was die Forschung über die Wirksamkeit sozialer Bewegungen weiß.

Auch die Ahnen sollen teilnehmen an diesem Protest. Der Marsch der Indigenen beginnt deswegen mit einem traditionellen Tanz. Frauen wiederholen immer wieder eine Melodie, Männer sorgen mit ihren Maracas, den traditionellen Rasseln, für den Rhythmus. Es ist noch früh an diesem Montagmorgen Mitte November, trotzdem ist die Hitze schon kaum auszuhalten. Vom Protestcamp aus setzt sich ihr Marsch in Bewegung, hin zum Gelände der Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém. Aus der Menge ragen papierne Tierköpfe: ein Tiger, ein Faultier, ein Wasserschwein. Viele Menschen tragen Kopfschmuck aus Federn und traditionelle Gesichtsbemalung. Eine riesige Schlange aus Pappmaché reitet auf den Schultern der Demonstranten. Zweieinhalbtausend Menschen kommen zusammen, am Ende rufen sie: "Die Antwort sind wir!" Also diejenigen, die Wälder, Tiere und Pflanzen schützen – und damit auch das Klima. Deshalb fordern sie Selbstverwaltung für ihre Territorien und ein Mitspracherecht bei den Verhandlungen.