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21.02.2026
05:52 Uhr
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In einer Hamburger Kleingartensiedlung leben seit 80 Jahren einige Menschen. Doch plötzlich stört sich das Bezirksamt daran – und ließ das Haus einer Familie räumen.

Ginge es nach den Plänen des Bezirksamts Harburg, dann wäre im Postkasten des Nymphenwegs 30 nur noch ein einziger Brief gelandet: Und zwar der vom 4. August 2025. Geschickt hatte ihn das Amt selbst. In dem zweiseitigen Schreiben teilen die Beamten mit, dass "hiermit" die "irrtümlich erteilte Hausnummer" aufgehoben sei. Mit dieser Aufkündigung der Meldeadresse würden 81 Menschen heimatlos werden. Das ist nicht schön, aber aus Sicht des Bezirksamts rechtens. Und darum geht es dessen neu gewähltem Leiter, dem Sozialdemokraten und ehemaligen Bundestagsabgeordneten Christian Carstensen.