Zeit 11.02.2026
15:50 Uhr

(+) Kapitalerträge: Kann man die Krankenversicherung über Aktiengewinne finanzieren?


Die SPD will Kapitalerträge heranziehen, um Gesundheit und Pflege zu finanzieren. Doch das Vorhaben ließe sich nur schwer umsetzen. Die Union macht einen Gegenvorschlag.

(+) Kapitalerträge: Kann man die Krankenversicherung über Aktiengewinne finanzieren?
Ende Januar dürften viele Beschäftigte beim Blick auf die Gehaltsabrechnung festgestellt haben, wie spürbar die gestiegenen Sozialbeiträge netto mittlerweile sind. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben zum Jahreswechsel 42 von 93 Kassen ihre Beiträge erhöht; der durchschnittliche Zusatzbeitrag stieg laut Daten des GKV-Spitzenverbands auf 3,36 Prozent. Die Politik streitet seit Wochen darüber: Wie lassen sich Gesundheit und Pflege künftig finanzieren, ohne dass Arbeit immer teurer wird? Die SPD will, dass künftig auch Kapitalerträge zur Finanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung beitragen. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, spricht gegenüber der ZEIT von einer "zweckgebundenen Gesundheitsabgabe": Die Basis solle breiter und Arbeit entlastet werden. Ersparnisse, Rücklagen oder private Altersvorsorge blieben tabu; es gehe ausschließlich um laufende Einkommen – aber eben auch aus Kapitalerträgen und Vermietung.