Zeit 21.11.2025
07:09 Uhr

(+) Kaki: Farbtupfer im Novembergrau


Wenn sie reif sind, haben Kakis eine unvergleichliche Süße. Die macht sich gut bei herzhaften Gegenspielern: In einem Salat mit Rosenkohl glänzt die orange Frucht.

(+) Kaki: Farbtupfer im Novembergrau
Ich verhalte mich gerne antizyklisch. So auch, wenn ich in die Ferien fahre. Während sich im Hochsommer die Touristen durch Sirmione und all die anderen kleinen Orte am Gardasee schieben, fahre ich lieber im November dort hin. Die Bars und Ristorante gehören dann größtenteils wieder den Einheimischen, die Olivenernte ist abgeschlossen und es gibt das erste grasgrüne Olivenöl – das Novello – zu verkosten. Alles geht geruhsamer und beschaulicher zu. Vor vielen Jahren, als ich wieder einmal im Spätherbst am Gardasee war, entdeckte ich sie erstmals. Ich wusste zuerst gar nicht, was da in den bereits blattlosen Bäumen hing: orangefarbene Früchte, groß wie Mandarinen, aber mit glatter, glänzender Haut, als hätte jemand schimmernde Weihnachtskugeln an die Äste gehängt. In einem kleinen Negozio di frutta in Saló, einem Obstgeschäft, erfuhr ich schließlich, worum es sich handelte: Kaki, auch Kakipflaume oder chinesische Quitte genannt.