Zeit 02.02.2026
14:05 Uhr

(+) KI-Suche als Bedrohung der Medienvielfalt: Deutsche Behörden leiten ein Verfahren gegen Google und Perplexity ein


Die Suche im Internet verändert sich grundlegend: KI bestimmt, welche Infos wichtig sind. DIE ZEIT erfuhr exklusiv: Behörden wollen klären, ob das Grundrechte bedroht.

(+) KI-Suche als Bedrohung der Medienvielfalt: Deutsche Behörden leiten ein Verfahren gegen Google und Perplexity ein
Wer googelt, kriegt eine Antwort, nicht bloß eine Liste mit Links. Seit einem halben Jahr geschieht das immer häufiger, Google liefert in Absätzen strukturierte Texte, die mal an Beipackzettel, mal an Bedienungsanleitungen oder an lexikalische Einträge erinnern. Google nennt das KI-Übersicht. Und daneben bietet die Suchmaschine auch einen vollständigen KI-Modus, der wie ChatGPT funktioniert. Man kann sagen: Die Suche im Internet verändert sich grundlegend. Deshalb leiten zwei Landesmedienanstalten nun ein Verwaltungsverfahren gegen Google und gegen eine zweite Suchmaschine namens Perplexity ein. Das war bisher nicht öffentlich. Ein erster Brief ging am 16. Januar an die Unternehmen. Die Chefin der Landesmedienanstalt in Berlin und Brandenburg, Eva Flecken, sagt auf die Frage, was sie damit erreichen möchte: "Da wir uns zunehmend über Hybriddienste aus Suchmaschinen und Chatbots informieren und dort unsere Meinung bilden, stellen wir den Anbietern knapp zusammengefasst die beiden Grundfragen: Wer trägt für die Antworten des Chatbots die Verantwortung? Und wie stellen diese Anbieter sicher, dass die mediale Vielfalt nicht verengt wird?"