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19.02.2026
18:07 Uhr
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Beim KI-Gipfel in Indien sucht der deutsche Digitalminister nach neuen Partnern. Und die Welt nach Antworten auf die Frage: Was kommt da auf uns zu?

Am vergangenen Mittwochnachmittag setzt sich Karsten Wildberger im Kongresszentrum von Neu-Delhi auf ein helles Stoffsofa und fragt seine Mitarbeiter: "Was machen wir denn jetzt hier?" Der deutsche Digitalminister hat den Tag mit Gesprächen verbracht, rastlos wie immer: Er hat am Morgen mit einem indischen Minister gesprochen, mit Wirtschaftsvertretern, mit der stellvertretenden EU-Kommissionspräsidentin, ist in Kolonne durch den Stau von Termin zu Termin geeilt, gleich will die Tagesschau ein Interview und danach wird er mit einem zweiten indischen Minister ein KI-Abkommen zwischen Deutschland und Indien verabschieden. Aber jetzt, zum ersten Mal an diesem Tag, ist kurz unklar, wie es weitergeht im Programm. Ein paar Minuten Luft, sagen seine Leute. Also zieht Wildberger sein Jackett aus, holt seine Unterlagen aus der Tasche und beginnt, an der Rede zu arbeiten, die er am nächsten Tag halten soll.