Zeit 16.02.2026
11:08 Uhr

(+) Jungen und Bildung: Die wahren Gründe der Jungenkrise


Junge Männer fallen in vielen Lebensbereichen zurück. Die Neue Rechte macht damit Stimmung. Doch die Antwort darf nicht Kulturkampf sein – sondern liegt im Alltag.

(+) Jungen und Bildung: Die wahren Gründe der Jungenkrise
Als vor wenigen Monaten die neue AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" gegründet wurde, stand ein Thema mit oben auf der Agenda: junge Männer. Sie hätten es schwer, erklärte der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla. In der Schule würden sie zurückgesetzt, am Arbeitsmarkt benachteiligt und in den Medien schlechtgemacht. Tatsächlich fallen Jungen und junge Männer in einer Reihe von Bildungs- und Lebensbereichen zurück. Besonders deutlich zeigt sich das beim sogenannten Gender Education Gap. Sie haben im Durchschnitt schlechtere Noten, schlechtere Abschlüsse und brechen häufiger die Schule ab. Auch in anderen Bereichen sind die Unterschiede erheblich. Bei Jungen wird häufiger ADHS diagnostiziert, junge Männer haben größere Probleme beim Berufseinstieg und begehen deutlich öfter Suizid als Frauen.