Zeit 26.02.2026
10:16 Uhr

(+) Juli Zeh: "Ich könnte vom Persönlichkeitsprofil ganz gut reinpassen"


Die Schriftstellerin Juli Zeh wird als nächste Bundespräsidentin gehandelt. Macht sie’s? Wir haben eine Zigarette lang mit ihr gesprochen.

(+) Juli Zeh:
DIE ZEIT: Frau Zeh, uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie – mal wieder – im Gespräch sind für das Amt der Bundespräsidentin. Hat man Sie schon gefragt? Juli Zeh: Nein, ich wurde dieses Mal nicht gefragt. ZEIT: Und würden Sie’s machen? Zeh: Inzwischen kann ich es mir tatsächlich irgendwann einmal vorstellen. Aber nicht jetzt, weil ich das mit der Doppelbelastung aus Beruf und Familie nicht in Einklang bringen könnte. ZEIT: Warum können Sie es sich inzwischen vorstellen? Zeh: Momentan gibt es die Sehnsucht nach Personen, die ein bisschen atypisch für den Politikbetrieb sind, was das Auftreten und die Rhetorik betrifft. Man bräuchte jemanden, der in dieser sogenannten Polarisierung nicht klar einem Lager zugeordnet ist. Da könnte ich vom Persönlichkeitsprofil ganz gut reinpassen. Und ich glaube, die Erwartung geht inzwischen dahin, dass der Bundespräsident sich viel stärker positioniert und politisch einbringt.