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21.11.2025
20:26 Uhr
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Der Philosoph hat eine Rede in München gehalten. Worauf es beim Friedensplan für die Ukraine aus seiner Sicht jetzt ankommt.

Selten hat man Jürgen Habermas so erlebt. So zerknirscht wie in dieser Woche, als er in der Münchner Carl Friedrich von Siemens Stiftung einen Vortrag hielt, den die Süddeutsche Zeitung nun als Rede veröffentlicht hat. Der Text trägt den Titel Von hier an müssen wir alleine weitergehen. Doch statt eines flammenden Appells an den Globalen Westen mit seinen universalistischen Idealen von Menschenrechten und Demokratie, die der inzwischen 96-jährige Philosoph selbst immer wieder leidenschaftlich verteidigt hat, ist es eher eine bittere Bestandsaufnahme geworden. In Klausur gehen, europäische Scherben aufsammeln, mehr ist nicht drin, so scheint es.