Zeit 24.11.2025
12:45 Uhr

(+) Jeff Parker: "Meine Rolle als Musiker: Ich öffne Räume"


Der Gitarrist Jeff Parker improvisiert seit Jahrzehnten fernab aller Genres. Hier spricht er über Jazz, Hip-Hop und das neue Album seiner Band Tortoise.

(+) Jeff Parker:
Die Band Tortoise aus Chicago hat in den Neunzigerjahren die Rockmusik für Einflüsse aus allen Richtungen geöffnet, für Dance-Music, Ambient und – durch Jeff Parker – den Jazz. Wir erreichen den Gitarristen, 58, in Los Angeles am Bildschirm. DIE ZEIT: Mr. Parker, wenn Sie gefragt werden, was für eine Musik Sie machen, wie beschreiben Sie das? Jeff Parker: Ich habe Jazzgitarre studiert, das ist die harmonische und rhythmische Grundlage. Ich versuche, daraus mein eigenes Ding zu machen. ZEIT: Wie sind Sie zum Jazz gekommen? Parker: Durch die Plattensammlung meines Vaters und die Konzerte, zu denen er mich mitnahm. Eines der ersten, an die ich mich erinnere, war von Duke Ellington, in den frühen Siebzigern. Ich habe mich zu dieser Musik immer hingezogen gefühlt. Sie hatte etwas Geheimnisvolles, man wusste nie, was geschehen würde. Ich liebte diese alten Blue-Note-Alben, die mein Vater hatte. Wunderschöne Cover, auf der Rückseite die Liner-Notes. Dazu die Fotos der Musiker. Alle sahen so cool aus.