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16.01.2026
10:17 Uhr
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Das Regime in Teheran ist ins Wanken geraten. Doch exiliranische Gruppierungen sind nicht vorbereitet. Sie treten zersplittert auf – und bleiben politisch abstrakt.

In den ersten Tagen der neuen Proteste im Iran blieb es in Berlin auffallend still. Ausgerechnet in einer Stadt mit einer großen, politisch kundigen Iran-Community fanden die Proteste auf der Straße zunächst kaum Widerhall – obwohl hier selbst kleinere Anlässe, etwa der Hungerstreik eines einzelnen politischen Gefangenen, regelmäßig zu Kundgebungen vor der iranischen Botschaft führen. Das änderte sich spürbar erst mit dem Internet-Blackout und den Berichten über viele Tote im Iran. Nahezu alle aus der politischen Community erklärten sich nun öffentlich solidarisch mit den Protesten – nur nicht gemeinsam.