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10.01.2026
20:03 Uhr
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Das Regime im Iran hat die Verbindung nach Außen gekappt, die Abschaltung ist deutlich umfassender als bei früheren Protesten. Das alarmiert Beobachter weltweit.

Donnerstagabend kursierten Dutzende Videos aus Teheran. Menschen strömten auf die Straßen, Plätze füllten sich, Sprechchöre hallten durch die Stadt. Es waren die ersten Bilder der bislang größten Demonstration dieser Protestwelle. Doch noch bevor sich ihr Ausmaß im vollen Umfang erkennen ließ, riss die Verbindung ab. Uploads wurden unterbrochen, Streams froren ein, Nachrichten blieben ungelesen. Iran verschwand digital von der Bildfläche. Das Regime hatte das Internet abgeschaltet. Das ist keine punktuelle Störung, sondern eine gezielte und nahezu vollständige digitale Abriegelung. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks sprach am Samstagmorgen von einem landesweiten Blackout des Irans seit 36 Stunden.