Zeit 16.01.2026
19:09 Uhr

(+) Internet: Breitband per Ballon


2030 könnten Satelliten ausgedient haben. Breitbandtropfen versorgen die Menschheit stattdessen günstiger und sicherer mit Internet – und sehen dabei auch noch schön aus.

(+) Internet: Breitband per Ballon
Anfang 2036 in der Stratosphäre: Knapp 50 Kilometer über dem Erdboden ist man kaum noch in der Atmosphäre, aber auch längst noch nicht im Weltall. Die Luft ist hier nur ein Tausendstel so dicht wie auf Meereshöhe, kalt und sehr trocken. Hier ist der ideale Ort für jenes Ding, das nun von einem einfachen Fabrikhof abhebt. Es ist das zehntausendste Exemplar von ... was eigentlich? Keine Rakete, nein, auch kein Flugzeug – turmhoch und tropfenförmig ist das Trumm, das wie in Zeitlupe vom Boden aufsteigt, langsam an Höhe gewinnt und schließlich durch die Wolken stößt. Seine silbrige Haut reflektiert den Sonnenschein, blendend vor dem blauen Himmel. "HAPS" hatten die Ingenieure ihre ersten Prototypen in den 2010er-Jahren genannt: high-altitude platform stations. Auf Deutsch ließe sich das mit "Trägersysteme für große Höhen" übersetzen. Nun gibt es einen gefälligeren Spitznamen, der sowohl Form als auch Funktion benennt: "Breitbandtropfen".