Zeit 18.12.2025
10:34 Uhr

(+) Inklusion im Weltall: "Ich wäre froh, wenn ich keine Exotin wäre!"


Michi Benthaus will als erste Querschnittsgelähmte ins All. Ein Gespräch über Notfälle, ihren geheimen Sponsor – und die Frage, wann der Weltraum für alle bereisbar wird.

(+) Inklusion im Weltall:
Knapp 700 Menschen sind bislang ins Weltall gereist. Die meisten von ihnen waren topfitte Berufsastronautinnen und -astronauten. Jemand mit einer Querschnittslähmung oder einer vergleichbaren Behinderung war bisher nicht darunter. Die Münchner Raumfahrtingenieurin Michaela Benthaus will nun im Dezember 2025 die erste werden. DIE ZEIT hat sie dazu schon vor wenigen Wochen befragt. DIE ZEIT: Frau Benthaus, Ihnen steht ein großes Abenteuer bevor. Worum geht es da? Michaela Benthaus: Ich werde einen Suborbitalflug machen. Dabei fliegt man mit einer Rakete über eine Höhe von 100 Kilometern, das ist die offizielle Grenze zum Weltraum, und kommt dann wieder runter. Alles in allem ist man 15 Minuten lang unterwegs.