Zeit 12.12.2025
16:41 Uhr

(+) ICE L: Jeder Fensterplatz hat jetzt ein Fenster


Die Bahn führt einen neuen ICE ein: ohne Stufen, mit besserem Handynetz und neuen Mülleimern. Der Konzern ist begeistert. Zu Recht? Wir sind eingestiegen.

(+) ICE L: Jeder Fensterplatz hat jetzt ein Fenster
Als Erstes fällt natürlich der entspannte Einstieg auf. Selbst hier, auf dem Werksgelände in Köln, wo der neue ICE der Deutschen Bahn gerade auf den Regelbetrieb vorbereitet wird und es gar keinen echten Bahnsteig gibt. Die Mitarbeiter betreten den Schnellzug stattdessen über eine kleine Stahlkonstruktion. Ein Schritt nach vorn, und schon steht man drin im neuen ICE. Fahrgäste müssen ihre Koffer in Zukunft nicht mehr hochhieven, reinziehen reicht. Und, noch wichtiger: Rollstuhlfahrer brauchen keine Hebebühnen mehr. Bei der Deutschen Bahn sind sie von diesem Feature so begeistert, dass sie der neuen ICE-Generation nicht wie üblich eine Nummer als Name gegeben haben, sondern einen Buchstaben. ICE L, das steht für Low Entry, niedriger Einstieg. Am 14. Dezember können Reisende ihn selbst ausprobieren. Dann fährt der erste von 79 bestellten ICE L auf der Strecke zwischen Köln und Berlin. Die ZEIT ist vorab schon mal eingestiegen. In einen Zug, der zwar nur 230 km/h schafft, dafür aber viele kleine Probleme löst, die Vielfahrer schon seit Jahren genervt haben.