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22.02.2026
05:18 Uhr
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Tiere haben ausgeklügelte Tricks, ihren Körper zu kühlen – manches klingt gar unappetitlich. Auch die Hummel droht beim Flug zu überhitzen und wird zur Windmaschine.

Wir Menschen gehören zu den Großmeistern des Kühlens. Als haarige Affen sind unsere Ahnen von den Bäumen gestiegen und wurden zu Ausdauerjägern, die ihre Beute in stundenlangem Trab zu Tode hetzen konnten. Das schafften sie nur mit Schwitzen: Sie entledigten sich weitgehend des isolierenden Fells und installierten ein ausgeklügeltes System der Luft- und Wasserkühlung. Denn Verdunsten verhindert Überhitzen. In dieser Hinsicht sind Menschen wie Automobile: Läuft der Motor auf Hochtouren, muss gekühlt werden. Im Lauf der Evolution hat jede Tierart ihre Methode entwickelt, um dem Hitzetod zu trotzen. Kühe schwitzen, Schweine suhlen sich im Schlamm, Wüstenheuschrecken reflektieren das Sonnenlicht, Bienen erbrechen Nektar und lassen ihn auf ihrem Rüssel verdunsten. Störche und Geier pinkeln oder koten sich ein, worauf die Ausscheidungen die Beine kühlen – Urohidrosis heißt die Methode im Fachjargon.