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18.12.2025
17:58 Uhr
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Harald Martenstein fragt sich: Warum bekommt man als Kolumnist selbst bei harmlosen Themen immer empörte Leserpost?

Kürzlich haben meine Kollegin Elisabeth Raether und ich für eine Ausgabe den Kolumnenplatz getauscht. Sie schrieb an dieser Stelle hier. Ich durfte umgekehrt auf ihrem Stammplatz eines der wenigen Kochrezepte präsentieren, die ich zu realisieren imstande bin. Es soll Menschen geben, die allenfalls ein Spiegelei zubereiten können, sonst gar nichts. Solchen Nichtsnutzen bin ich zwar nicht turmhoch überlegen, aber immerhin reihenhaushoch. Dieser Tausch hat meinen Blick auf das Kolumnenschreiben verändert. Regelmäßig bekomme ich Hasspost. Hin und wieder antworte ich in Form einer Kolumne, was Spaß macht, weil man rüpelhaften Briefschreibern natürlich auch rüpelhaft antworten darf.