Zeit 26.11.2025
11:22 Uhr

(+) Grippeschutz: Impfen, schwer gemacht


Behörden warnen vor einer heftigen Grippewelle. Doch Bürokratie verhindert, dass Ärzte ihre Patienten schützen. Der vergangene Winter darf sich nicht wiederholen.

(+) Grippeschutz: Impfen, schwer gemacht
Weihnachten mit Oma und Opa – nur, wenn man geimpft ist! Viele werden sich an dieses Motto aus der Coronazeit erinnern. Überall konnte man sich vor drei, vier Jahren impfen lassen, um besonders gefährdete Menschen zu schützen und sich selbst gleich mit. Wer in diesem Winter mit seinen Großeltern solidarisch sein will, hat es nicht so leicht. Sowohl beim Schutz gegen Corona als auch gegen die Grippe, die in diesem Winter besonders schwer verlaufen könnte. Ein Grund: Sich impfen zu lassen, ist nicht mehr so einfach. Zumindest gibt es Praxen, die es gesetzlich Versicherten schwer machen, sich den Grippeschutz zu holen, wenn sie keiner Risikogruppe angehören. Um zu einer solchen Gruppe zu gehören, muss man entweder älter als 60 Jahre oder schwanger sein, an einer Grunderkrankung leiden wie etwa Asthma oder Bluthochdruck oder im Job einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sein. Nur für diese Patienten werden die Kosten für die Grippeimpfung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die anderen müssen auf einen Arzt hoffen, der es mit den Vorschriften nicht so genau nimmt.