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30.12.2025
09:58 Uhr
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Eine der wichtigsten Glyphosat-Studien wurde zurückgezogen, auch weil Hersteller Monsanto daran verdeckt mitschrieb. Nun zeigt sich: Auch eine zweite Studie wird geprüft.

Sasha Kaurov staunt noch heute, der Erste gewesen zu sein: Gemeinsam mit der renommierten US-Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes forderte er im Sommer den Rückzug einer umstrittenen Studie zur gesundheitlichen Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat, die schon vor 25 Jahren erschienen war. Die Arbeit von Williams, Kroes und Munro hatte das weltweit meistgenutzte Pestizid im Jahr 2000 für unbedenklich und nicht krebserregend erklärt. Bis heute prägt das Papier die wissenschaftliche Debatte – obwohl schon 2017 öffentlich wurde, dass Monsanto die Studie verdeckt mitverfasst hatte. Monsanto ist der Hersteller des meistverkauften Pestizids der Welt, inzwischen ist er mit dem deutschen Chemiekonzern Bayer fusioniert.