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17.02.2026
07:59 Uhr
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Gisèle Pelicot erzählt, wie sie den Prozess gegen ihre Vergewaltiger überstand. Wie sie sich neu verliebte. Und warum sie einen Mordverdacht gegen ihren Ex-Mann fürchtet.

DIE ZEIT: Madame, Ihr soeben veröffentlichtes Buch haben Sie unter dem Namen Gisèle Pelicot geschrieben, aber darin erzählen Sie auch, dass Sie nach der Scheidung wieder Ihren Geburtsnamen Guillou angenommen haben. Wie möchten Sie angesprochen werden? Gisèle Pelicot: Pelicot. Ich benutze diesen Namen weiterhin. Nicht, um eine Verbindung mit Dominique Pelicot beizubehalten, sondern weil ich nach allem, was passiert ist, und unter dem Druck der Medien dazu gezwungen bin. Als Person in der Öffentlichkeit bin ich also Gisèle Pelicot, aber im Alltag, wenn ich einen Arzttermin ausmache, verwende ich meinen Mädchennamen Guillou.