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28.01.2026
19:04 Uhr
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Organisierter und gewalttätiger: Die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser häufen sich. Die israelische Armee schaut nur zu. Warum?

Der jüngste Angriff geschah in der Nacht auf Mittwoch: In den südlichen Hebron-Hügeln im von Israel besetzten Westjordanland haben jüdische Siedler drei palästinensische Dörfer überfallen. Die Gruppe soll dabei ein Dorf in Brand gesteckt und mehrere Menschen verletzt haben, schreibt die israelische Zeitung Ha'aretz. Israelische Sicherheitsbeamte seien vor Ort gewesen, hätten aber nicht eingegriffen. Angriffe wie diese ereignen sich mittlerweile fast täglich und allein im vergangenen Jahr hundertfach. Das bestätigen jüngste Zahlen, die Israels Armee veröffentlicht hat. Demnach wurden 2025 rund 100 nationalistisch motivierte Straftaten gemeldet, verübt von jüdischen Siedlern ‒ doppelt so viele wie im Jahr davor und so viele wie noch nie. Und: Die Siedler sollen dabei organisierter denn je vorgehen. Wie israelische Medien berichten, befürchtet die Armeeführung, die Kontrolle im Westjordanland zu verlieren. Nur: Warum stoppt sie die Gewalt nicht?