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06.02.2026
07:15 Uhr
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Im Iran passiert gerade Unvorstellbares, ein Massaker mit wohl mehr als 30.000 Toten. Fernab davon bleibt uns nur, der Welt von dem Grauen zu erzählen. Also hört hin.

Iraner lieben die Poesie. Sie geben ihren Kindern zum Teil wohlklingende Namen aus der Dichtung oder aus der reichen persischen Sprache. Sepehr übersetzt man mit Himmel. Es geht nun hier um Sepehr und dessen Vater, der seine väterliche Zuneigung und Wärme zum Ausdruck bringt, indem er dem Namen seines Sohnes noch ein Baba hinzufügt, was Papa bedeutet. "Papas Sepehr, wo bist du," ruft er. Nein, er ruft es nicht, er weint es. Viele im Iran und in der Diaspora, die diesen schlichten Satz dieser Tage hören – "Sepehr-Baba, wo bist du?" – werden schlagartig still. Das ist nun keine verdammte Poesie mehr, sondern die Wirklichkeit der Islamischen Republik Iran im Jahr 2026.