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18.02.2026
16:34 Uhr
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Die Sanierung der Bahnstrecke Berlin-Hamburg dauert länger. Schuld ist: der Winter. Und doch wachsen die grundlegenden Zweifel an Totalsperrungen.

Wieder einmal muss die Deutsche Bahn ein Versprechen brechen. Dieses Mal sei das eisige Wetter schuld, sagt sie. Weil in den vergangenen Wochen mehr Schnee fiel als erwartet und der Boden fast durchgehend gefroren war, konnte an der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg nicht gebaut werden. Deshalb bleibt sie länger als bis Ende April gesperrt. Wann die Züge wieder fahren dürfen, will die Deutsche Bahn Mitte März mitteilen. Nun dürften einige Verständnis dafür haben, dass ein kalter Winter eine Baustellenplanung durcheinanderbringen kann. Allerdings wird damit die Liste der gebrochenen Versprechen bei der sogenannten Generalsanierung schon wieder länger. Zur Erinnerung: Die Deutsche Bahn sperrt wichtige Strecken monatelang, um sie grundlegend zu sanieren. Doch die bereits erneuerte Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt ist störanfälliger als angekündigt. Im Zuge der Generalsanierung wird weniger digitalisiert als ursprünglich geplant. Die Deutsche Bahn verbaut weniger neue Weichen. Und sie gibt mehr Geld aus als vorgesehen.