Zeit 21.11.2025
18:22 Uhr

(+) Gender-Pay-Gap in der Kunst: Ein Rekord der Ungleichheit


50 Millionen Dollar für Frida Kahlo – nie wurde für das Werk einer Künstlerin mehr bezahlt. Doch noch immer ist die Kunst von Männern viel teurer. Woran liegt's?

(+) Gender-Pay-Gap in der Kunst: Ein Rekord der Ungleichheit
Und schon wieder meldet das Auktionshaus Sotheby's in New York einen Rekord: In der Nacht zu Freitag wurde ein Gemälde der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo (1907–1954) versteigert, für irrwitzige 54,7 Millionen Dollar. Nie wurde bei einer Auktion für das Werk einer Frau mehr Geld ausgegeben. El sueño (La cama) heißt das Gemälde, das wie so oft bei Kahlo die Künstlerin selbst zeigt, hier in einem Himmelbett, auf dessen Baldachin ein Skelett liegt, mit Blumenstrauß in der Hand und Dynamit an den Beinen. Nicht zu übersehen: Die Künstlerin befasst sich mit der eigenen Sterblichkeit. Der jetzt erzielte Rekordpreis hingegen zeugt eher von Kahlos anhaltendem, unerschöpflichem Ruhm – und scheint auch davon zu erzählen, dass Frauen nun endlich den Kunstmarkt für sich erobern. Stolz verkündete Anna di Stasi, die Leiterin der Abteilung für lateinamerikanische Kunst bei Sotheby’s, wie weit wir "in der Anerkennung von weiblichen Künstlern auf dem höchsten Niveau des Marktes" gekommen seien.