Zeit 02.02.2026
16:25 Uhr

(+) Gemeinschaft: Das erfüllendste Gefühl des Lebens


Klar, wir Menschen können grausam zueinander sein. Aber es gibt doch nichts Schöneres, als wenn sich Verbindungen vertiefen. Wie das geht, lässt sich von Janosch lernen.

(+) Gemeinschaft: Das erfüllendste Gefühl des Lebens
Vergangene Woche habe ich meinem vierjährigen Sohn eine Geschichte von Janosch vorgelesen. Das passiert häufiger, ich liebe Janosch, und mein Sohn zum Glück auch. Diese kannte ich noch nicht und sie hat mich einmal mehr etwas fürs Leben gelehrt, das ich unterbewusst fühle, aber so formvollendet nicht hätte ausdrücken können. Die Geschichte heißt Die Fiedelgrille und der Maulwurf und geht auf die altgriechische Tierfabel Die Ameise und die Heuschrecke des Dichters Äsop zurück. Die Grille tut, was sie eben tut: Sie fiedelt. Im Sommer ist das herrlich, im Winter aber, wenn der Schnee kommt, hat sie ein Problem. Und zwar ein großes. Denn anders als die anderen Tiere des Waldes und des Feldes hat sie nicht vorgesorgt. Sie läuft also zum Hirschkäfer und bittet darum, den Winter über bleiben zu dürfen. Der lässt sie abtropfen. "Erst den ganzen Sommer herumfiedeln und dann auf anderer Leute Kosten …" Bei der fleißigen Maus das gleiche Spiel. Also stapft die Grille durch den tiefen Schnee zum Maulwurf, der ganz anders reagiert. "Ob ich hier wohnen kann", will die Grille wissen. "Oh ja", antwortet der Maulwurf enthusiastisch, "wie gern sag ich da Ja!"