Zeit 03.03.2026
05:48 Uhr

(+) Gemeinsames Homeoffice: "Viele Dinge, über die er sich aufregte, waren für mich ganz normal"


Beide arbeiten jeden Tag zu Hause – im selben Raum. Wie das ihre Beziehung belastet hat. Und was sie verändert haben, um im Homeoffice nicht auszurasten.

(+) Gemeinsames Homeoffice:
Das Zimmer, in dem Viktorija und Kemal Merdan arbeiten, ist das kleinste in ihrer Wohnung. Auf acht Quadratmetern stehen zwei Schreibtische, das Paar sitzt daran Rücken an Rücken. Vor zweieinhalb Jahren bekamen die beiden eine Tochter, danach machte erst sie sich als Fotografin selbstständig, dann er als AI-Manager. Seit etwa einem Jahr arbeiten beide durchgehend im Homeoffice. Viktorija Merdan: Als mein Mann auch zu Hause blieb, war das erst mal eine Entlastung für mich. Unsere Tochter war eineinhalb, und wir konnten sie kaum aus den Augen lassen. Da Kemo nun dauerhaft hier war, konnte ich Dinge an ihn abgeben und mich besser darauf konzentrieren, Fotos zu bearbeiten, Papierkram zu erledigen oder ein anstehendes Shooting zu planen. Aber es hat ihn gestört, dass er immer ansprechbar war. Er war damals schnell genervt.