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02.02.2026
08:59 Uhr
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Jobs werden abgebaut, Budgets gekürzt – mehr Gehalt wäre trotzdem nett. Ein Verhandlungsforscher erklärt, wann Forderungen riskant sind und was Chefs hören wollen.

Auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten kann man ein höheres Gehalt verhandeln. Nur wie? Wer weiß, was unangemessen und was möglich ist, hat einen Vorteil. DIE ZEIT: Herr Schweinsberg, ist es angesichts der wirtschaftlichen Lage überhaupt ein guter Zeitpunkt, um mehr Geld zu fordern? Martin Schweinsberg: Nicht allen Branchen geht es schlecht. Es hängt eher davon ab, welche Alternativen man hat – und welche die Gegenseite, also der Arbeitgeber. Derjenige mit den besseren Optionen hat die Macht, so ist das bei Verhandlungen. Und momentan scheint es so, dass diese Macht in vielen Branchen wieder bei den Arbeitgebern liegt. Da würde ich eher von Gehaltsverhandlungen abraten – besonders, wenn ich weiß, dass ich schon ein überdurchschnittliches Gehalt für die Branche habe.