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01.12.2025
17:23 Uhr
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In Hamburg-Harburg leben fast 600 Geflüchtete in einer Lagerhalle unter Neonlicht, teilweise seit Jahren. Die Behörden sagen: Wir haben keine Alternative.

Ahmed Kamal, 38, will einmal Apps programmieren, die das Leben in Deutschland leichter machen. "Ich habe ein Jahr in Dubai gelebt, dort kannst du alle Behördenangelegenheiten mit deinem Smartphone regeln", sagt er. Er ist Informatiker und will ein Start-up gründen. Nasser Abdo, 39, ist Agraringenieur mit einem Abschluss als Betriebswirt und im Marketing. Er möchte einmal in Deutschland in einem internationalen Unternehmen arbeiten. "Ich bin ein großer Fan von Deutschland", sagt er. Doch derzeit sind die Pläne der beiden ein ferner Traum. Die beiden aus Syrien stammenden Männer leben seit über einem Jahr in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der Harburger Schlachthofstraße. Und jetzt müssen sie erst einmal etwas anderes machen: auf die Zustände dort aufmerksam machen.